>>>>>>>>>> Kommunikation zwischen Waldameisen <


Einleitung:

Zwischen allen Lebewesen findet Kommmunikation auf unterschiedliche Art und Weisse statt. Um so wichtiger ist sie in sozialen Lebensgemeinschaften, wie den Ameisen, Bienen und Wespen, aber auch bei uns Menschen. Ohne Ausreichende Verständigung, zwischen den einzelnen Individuen einer Art, sind sie auf Dauer nicht Überlebensfähig.

Wenn wir Menschen miteinander kommunizieren nutzen wir meist unsere Sprache. Aber auch viele andere Möglichkeiten mit Personen in Kontakt zu treten haben wir im Laufe der Evolution entwickelt. Beispiele hierfür sind unsere Körpersprache, Mimik und Gestig um nur einige zu nennen.

Auch Tiere haben sich unterschiedliche Wege erschlossen, um miteinander in Kontakt zu treten und Informationen auszutauschen. So Verständigen sich zum Beispiel die Wale, über Tausende von Kilometern hinweg, hauptsächlich über Schallwellen. Spinnen und Zikaden kommunizieren vor allem über Vibrationen. Wale, über Tausende von Kilometern hinweg, hauptsüchlich über Schallwellen. Spinnen und Zikaden kommunizieren vor allem über Vibrationen.

Ameisen Kommunizieren mit Düften:

Ameisen sind Sprache oder zur Töne fremd, und haben ein auf ihre Lebensweise optimal angepasstes Verständigungssystem entwickelt. Sie Verständigen sich zum größten Teil über Duftstoffe, sogenannte Pheromone. Sie geben über eine vielzahl Drüsen verschiedene Duftstoffe in unterschiedlichen Konzentrationen, ab die für die Haufenmitglieder wichtige Informationen enthalten. Düfte dienen aber auch der Markierung des Weg zur Nahrungsquelle.

Weiterhin haben die Mitglieder eines Nestes alle einen eigenen Geruch den Nestgeruch der von der Königin ausgeht. Das ermöglicht dem Volk, fremde Ameisen und Eindringlinge schnell zu erkennen und zu bekämpfen.

Die beiden beweglichen Fühler, sind die sind die Hauptsinnesorgane, der Ameisen. Sie Bestehen aus einen Fühlerschaft und mehrgliedrigen Fühlergeisel. Sie Tragen Sinnesorgane für die Geruchs-, Tast und Geschmackswahrnehmung. Über die sich an ihnen befindlichen Sensoren werden die Duftstoffen aufgenommen und analysiert. Mit den Fühlern kann kann aber auch die Temperatur bestimmt und Luftströmungen wahrgenommen werden. Eine Ameise ohne ihre Fühler ist völlig orientierungslos und keinerlei Informationsaustausch mit ihren Artgenossen ist mehr möglich.

Weitere Möglichkeiten zwischen Ameisen:

Die Kommunikation kann auch über andere Wege erfolgen. Auch hierbei spielen die Fühler wieder eine wichtige Rolle. Wenn sich zwei Ameisen begegnen, kommt es meist zu gegenseitigen Berührungen mit den Fühlern. Auch dabei werden Informationen ausgetauscht. Diesen Kontakt nennt man "betrillern".

Es gibt auch Ameisenarten die sich über Klopf- und Zirpgeräuche verständigen. Diese spielen aber eine untergeordnete Rolle bei der Verständigung.

Wie Orientieren sich Ameisen:

Vor welchen Problemen und Schwierigkeiten die Ameisen stehen um sich in- und außerhalb des Nestes zu orientieren soll folgendes Beispiel verdeutlichen. Stellen sie sich einmal vor es ist Nacht und sie wären in vielstöckigen Hochhaus. Hier müßen sie das richtige Zimmer finden wissen wo sich was darin befindet usw..

Genau so geht es den Ameisen. Sie müssen sich in ihren Nest bei völliger Dunkelheit orientieren. Sich in einem Nest mit einen vielleicht hundert langen Gangsystem zurechtzufinden ist eine Meisterleistung.

Genauso schwierig ist die Situation außerhalb des Nestes wo sich die Ameisen bis zu 100m vom Nest entfernen müssen um in den Kronen der Bäume den kostbaren Honigtau sammeln.

Die Augen:

Der Aufbau des menschlichen Auges unterscheidet sich grundsätzlich von den der Ameisen.

Ameisen besitzen sogenannte Komplexaugen die sicher nicht mit der Sehkraft der menschlichen Augen vergleichbar ist. Es ist ihnen aber möglich mit ihren Augen ihre Umgebung zumindest schemenhaft wahrzunehmen wie zum Beispiel Lücken im Blätterdach der Bäume, die Umrisse der Bäume, große Steine usw..

Die Orientierung mit den Augen besitzt eine untergeordnete Bedeutung und ergänzt die anderen Orientierungshilfen.

Weiterhin besitzen die Augen der Ameisen die Fähigkeit die Schwingungsrichtung linear polarisierten Lichtes bestimmen zu können.

Die Fühler:

Wie schon oben erwähnt sind die Fühler die Hauptsinnesorgane der Ameisen. Auf den hochkomplexen Fühlern können sich bis zu 2000 Tasthaare befinden. Mit Hilfe der Haare, und dem Umstand das die Ameise zwei Fühler besitzt, können eine Vielzahl von Informationen über das Umfeld gesammelt werden.

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Interessante links :

- Grundlagen der Kommunikation


Letzte Änderung am 17.03.2012

  Kontakt: goldi@hm-noroc.de


Bücher zum Thema:


Walter Kirschner - Ameisen - Biologie und Verhalten

Mein persönlicher Tipp für Einsteiger


Karl Gößwald - Die Waldameisen: Biologie- Ökologie und forstliche Nutzung

Wer sich intensiver mit Waldameisen beschäftigen möchte


Bernhard Seifert- Die Ameisen Mittel- und Nordeuropas

Buch eher für Experten die sich für die Bestimmung der Arten interessieren.