>>>>Huflattich (Tussilago farfara) <


Vorkommen in der Sächsischen Schweiz:

Kommt an recht trockenen und sonnigen Standorten vor wie Wegränder und Parpplätzen. An feuchten und dunklen Stellen wie Täler und Bachläufen wird man keinen Huflattich beobachten können.

Familie:

Korbblütengewächs - Asteraceae

Name:

In dem Wort "Tussilago" steckt das lat. Wort tussis= Husten, agere =vertreiben.

Verbreitung:

In ganz Europa

Standort:

An Waldrändern, Bahndämmen, Böschungen, besonders auf lehmigen und kalkreichen Böden

Blütezeit:

Februar bis April

Huflattich (Tussilago farfara)
Huflattich (Tussilago farfara)

Aussehen:

20 bis 30 cm hohes Kraut mit einem kräftigen verzweigten Wurzelstock, der den Boden nach allen Seiten hin durchzieht. Im Februar und März erscheinen auf den 10 bis 20 cm hohen, mit grünlichroten Schuppen versehenen Blütenstengeln endständige goldgelbe Blütenköpfchen.
Im Mai nach dem Absterben der Blüten und Fruchttriebe bilden sich die 10 - 15 cm breiten, langgestielten, oberseits glatten, unterseits filzigen Blätter aus.

Gebrauch in der Medizin:

Allgemeines:
Der vor allem in Nord- und Mittelasien und in Europa verbreitete Huflattich gehört zu einem der ältesten und gebräuchlichsten Hustenmitteln. Huflattich wurde früher nicht nur als Tee getrunken, sondern auch zu Heilzwecken geraucht oder der Rauch angezündeter Blätter inhaliert. Der Rauch der angezündeten Huflattichblätter sollte Schweratmigkeit und trockenen Husten beseitigen. Noch heute vermischen ältere Leute, die an chronischer Bronchitis und an asthmatischen Anfällen leiden, den Tabak mit gleichen Teilen Huflattichblättern. Nach dem Rauchen dieser Mischung kommt es zu vermehrter und leichter Absonderung von Bronchialschleim. Möglicherweise ist dies Wirkung auf den Salpetergehalt der Blätter zurückzuführen.
Sammelzeit:
Blütenköpfe: März bis April
Blätter: Mai bis August, Beim Sammeln der Blüten zupft man nur ganz junge Blütenköpfe (ältere Blütenköpfe ergeben beim Trockenprozess ein minderwertige Ware). Von den Blättern werden nur einwandfreie, d. h. nicht verschmutze, nicht zerfressene und nicht von Pilzen befallene, ohne Stiele gesammelt.
Trocknung:
Die Blüten breitet man in dünner Schicht in einem geheizten Raum aus. Die Blätter werden möglichst in einer Schicht, nicht übereinander, sondern dicht nebeneinander zum Trocknen ausgelegt.
Inhaltsstoffe:
n den Blättern reichlich Schleimstoffe, etwa 17 % Gerbstoffe, Bitterstoff; Inulin und etwa 17 % mineralische Bestandteile mit einem verhältnismäßig hohen Anteil Salpeter sowie auch geringe Mengen Zink. Die Blütenköpfchen enthalten reichlich Xanthophyll, geringe Mengen Schleim und Gerbstoff sowie Spuren eines ätherischen Öls.
Anwendung:
Huflattichblätter, die wie auch Huflattichblüten zu den Bestandteilen mancher Hustenteemischungen gehören, werden in Form eines Aufgusses in erster Linie wegen ihrer auswurffördernden, einhüllenden und entzündungshemmenden Wirkung bei katarrhalischen Erkrankungen der Atmungsorgane, bei Husten, Heiserkeit und Bronchitis angewandt. Außerdem schreibt man dem Huflattich eine günstige Wirkung bei Magen- und Darmkatarrh sowie bei mangelhafter Urinausscheidung zu.
Zubereitung und Dosierung:
1 Eßl. Huflattichblätter oder 1 Eßl. Huflattichblüten übergießt man mit 1 Tasse kochendem Wasser, lässt 15 Minuten stehen und seiht ab. Der mit Zucker, Honig oder Sirup gesüßte Tee, etwa 3 Tassen am Tag, wird heiß getrunken.

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Letzte Änderung am 25.08.2011


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