>>>>>>>>> Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis) <


Vorkommen in der Sächsischen Schweiz:

Bevorzugt feuchte und Nährstoffreiche Standorte in schattigen Wäldern und Schluchten (z.B. der Uttewalder Grund). Waldbingelkraut kommt in aller Regel in größeren Beständen vor.

Familie:

Wolfsmilchgewächse = Euphorbiaceae

Name:

Das Bingelkraut ist auch unter anderen Namen bekannt: Hundskohl, Büngelkraut, Scheißkraut, Franzosenchrut, Wintergrün und Wildhanf. Für die Entstehung des deutschen Namens Bingelkraut gibt es verschiedene Erklärungen.
Zum einen die Ableitung von "pinkeln", was auf die harntreibende Wirkung des Bingelkrautes bezug nimmt. Einer anderen Erklärung nach kommt der Name von Bunge= Knolle bzw. Bingel=Hoden was auf die stachelig-haarigen Früchte, die häufig paarweise auftreten, verweist.

Dem wissenschaftliche Name "Mercurialis" nach, soll Merkur die Pflanze entdeckt haben. Der Artname "perennis" nimmt Bezug auf mehrjährig, ausdauernd.

Geschichtliches und Wissenswertes:

Wenn man die Pflanzen trocknet nehmen sie eine blauschwarze Farbe an. Dies war ein Grund warum die Alchemisten des Mittelalters dachten mit ihrer Hilfe könne man Quecksilber (Mercurium) in Gold verwandeln.

Eine Pflanze kann über eine Milliarde Pollenkörner ausbilden.

Die Art ist zweihäusig, dass heißt in der Regel sind weibliche und männliche Blüten auf verschiedenen Pflanzen zu beobachten.

Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
Waldbingelkraut (Mercurialis perennis)

Im Gegensatz zu anderen Wolfsmilchgewächsen besitzt das Bingelkraut keinen Milchsaft.

Verbreitung:

Das Verbreitungsgebiet ist in allen Wäldern Europa. Die Art selbst verbreitet sich vor allem durch Ausläufer, eine Erklärung für das flächige Vorkommen. Darüber hinaus Verbreitet sich der Samen des Krautes auch durch den Wind.

Blütezeit:

April bis Mai

Aussehen:

15- 30 cm hohe Pflanze. Der Stängel ist 4 kantig, davon sind zwei Kanten scharf. Die Blätter sind gegenständig und am oberen Stängelende zusammengedrängt. Blüten sind unscheinbar und grün.

Gesundheitlicher Wert:

Bingelkraut wird schon sehr lange in der Medizin verwendet. Die Pflanze wurde früher bei Verstopfungen und in der Frauenheilkunde eingesetzt.

Inhaltsstoffe:

Die Pflanze ist leicht giftig. Enthällt verschiedene Inhaltsstoffe wie Saponine, Amine und ätherische Öle.

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links :

- [1] Wikipedia - Bingelkräuter


Letzte Änderung am 10.04.2012

  Kontakt: goldi@hm-noroc.de


Buchtipp:



Ein sehr gutes Buch um einheimische Pflanzen zu bestimmunen.